Auf der Suche nach guten weißen Bordeaux-Weinen

Da der 2008er Jahrgang für Weißweine im Bordeaux ausgesprochen schmal ausgefallen ist, wollte ich ganz bewusst auf der Vinexpo Messe nach guten Bordelaiser Weißweinen schauen. Diverse Hagelschläge hatten die Ernte so stark dezimiert, dass die verfügbare Menge an 2008er Bordeaux-Weinen, in Weiß wohlgemerkt, ausgesprochen gering ist. Dank des richtigen Partners, gleich zu Beginn ein Volltreffer: Château Bellevue-Lugagnac. Der 2008er Château Bellevue-Lugagnac präsentierte sich als ausgesprochen angenehmer Weißwein mit herrlich exotischen Noten von Lychee und Orangen. Hinzu trat ein feiner Zitruston und eine dezente mineralische Säure, die den Wein perfekt und harmonisch abrundet. Das ist wahrlich ein klasse Wein! Der Weinmacher, dem das Château gehört, ist François-Thomas Bon, 35 Jahre alt und hat in England Biologie und Chemie studiert. 1992 startete er seine Weinkarriere und übernahm 1999 von seinen Eltern das Châteaux Lugagnac. Das Besondere an Châteaux Lugagnac ist, dass es sich um eine Einzellage in Entre-deux-Mers handelt. Normalerweise verteilen sich die verschiedenen Weinfelder des Châteaux auf diverse kleine Hügel und sind voneinander getrennt. Bei Château Lugagnac ist alles zusammen an einem Ort, auf einem kleinen Hügel konzentriert. François-Thomas produziert auf ca. 70 Hektar Wein, insgesamt gehören ihm jedoch 200 Hektar inklusive einiger Olivenbäume und eines Waldstücks. Der Boden auf Châteaux Lugagnac setzt sich zusammen aus Kalk, Steinen und dem berühmten Muschelkalk. Teilweise ist der Boden so hart, dass die Pflanzen nur mithilfe kleiner Dynamitsprengungen gesetzt werden konnten. Ich finde es immer wieder beeindruckend, welche Mühen man auf sich nimmt, um perfekten Wein zu produzieren.
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