Zu Besuch beim Grappa-Spezialisten: Distilleria Bottega

[caption id="" align="alignright" width="278" caption="Sandro Bottega und Rüdiger Kleinke"]Sandro Bottega und Rüdiger Kleinke[/caption] Ihr guter Ruf war ihr vorausgeeilt: Ausgezeichnete Grappe und Liköre sollte ich bei der Distilleria Bottega finden. Zunächst traf ich auf Sandro Bottega, dem die Distilleria gemeinsam mit seinen Geschwistern Barbara und Stefano gehört. In den folgenden dreißig Minuten erfuhr ich viel über Grappa und dessen Herstellung und lernte, dass ihr Grappa Alexander mit 30 Prozent Volumen weniger scharf ist, als vergleichbare Markenprodukte. Außerdem zeichnet die Distilleria Bottega sich dadurch aus, dass sie ihre Grappe insgesamt drei Destillationsstufen durchlaufen lässt. Sandro erklärte mir, dass Bottega sogar die einzige Distilleria in Italien ist, die ihren Grappa dreimal brennt: Das Ergebnis sind ausgesprochen milde, runde und sehr aromatische Grappe. Und noch etwas macht die Distilleria Bottega anders als andere: Der Grappa wird hier nach seinem dritten Brand auf -20°C herunter gefrostet. Dabei kristallisiert der Grappa und wird im Rahmen einer Mikrofiltration noch einmal gereinigt. Das Ergebnis ist, dass keinerlei Rückstände von den Ölen in der Traubenschale vorhanden sind. Sandro Bottega verspricht mir, dass sein Grappa Alexander Cru deshalb definitiv nie zu Kopfschmerzen führen wird. Außerdem erklärt mir Sandro, dass in seinem Betrieb dem Grappa fast kein Zucker zugesetzt wird. Das wusste ich bisher auch nicht, dass Grappa mit Zucker versetzt werden darf. Nach dem italienischen Weingesetz ist es jedoch erlaubt, bis zu 2 Prozent Zucker zuzusetzen. Dem frönen wohl auch viele Hersteller, weil der Zucker den Grappa runder und weicher macht. Bei der Distilleria Bottega werden allerdings maximal 0,4 Prozent Zucker zugesetzt, da man aufgrund der vorangegangenen Mikrofiltration den Grappa nicht runder machen muss. Er ist halt einfach schon sehr, sehr gut. Anschließend probiere ich noch ein paar Spezialitäten der Distilleria, beispielsweise einen wunderbaren Likör, der sich Limoncino nennt. Er wird hergestellt aus den Schalen frischer Zitronen und natürlich exzellentem Grappa. Ein guter Likör soll nicht mit Industriealkohol hergestellt werden, soviel weiß ich schon. Hier bei Bottega benutzt man allerdings den feinsten Grappa für die Liköre und das schmeckt man. Wir probieren danach noch einen Likör, der sich Fior Di Latte nennt. Fior Di Latte ist eine echte Erfahrung. Es ist ein Cremelikör auf Basis weißer Schokolade, der nur ganz hintergründig nach Alkohol schmeckt. Ich kann mir vorstellen, dass das der neue Hit der Damenwelt sein wird.
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