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Albariño

Die uralte, edle Weißweinsorte Albarino (bzw. Alvarinho) hat ihren Ursprung in Portugal. Bekannt ist die Rebsorte vor allem, weil sie als wichtigste Sorte für den Vinho Verde verwendet wird. Aufgrund seines Namens – der Albarino trägt in der deutschen Übersetzung den poetischen Namen „die kleine Weiße vom Rhein“ – wurde lange spekuliert, dass Der Albarino Weißwein mit der Edelrebe Riesling verwandt sei. Es existiert sogar eine Legende, die besagt, dass deutsche oder französische Mönche irgendwann zwischen dem 11. Und 13. Jahrhundert den Albarino über den Jakobsweg nach Galicien gebracht haben sollen. Aufgrund von neuen Erkenntnissen und einer DNA-Analyse konnte diese These allerdings verworfen werden. Laut der Analyse soll der Albarino eine große verwandtschaftliche Nähe zur portugiesischen Rebsorte Malvasia Fina besitzen. Es gibt aber auch Stimmen, die meinen, eine Verwandtschaft zum Sauvignon Blanc, Pinot Blanc oder zum Petit Manseng zu erkennen. Besonders guter Albarino Weißwein entsteht im Gebiet von Monção, das sich im Norden Portugals in der Nähe der spanischen Grenze befindet. Dort wird der Alabrino reinsortig und oftmals an Pergolen hängend angebaut. Doch auch im spanischen Galicien existieren ein paar hervorragende Lagen (Rias Baixas). Auch hier werden die Reben des Albarino Weißwein auf pergolenartigen Gerüsten angebaut, um sie vor der hohen Feuchtigkeit vor Ort zu schützen. In Portugal wird die bestockte Rebfläche auf etwa 1.800 Hektar geschätzt, in Spanien sind es rund 4.500 Hektar. Ein guter Albarino Weißwein ist saftig und von einer weichen Säure durchzogen. Er sollte sehr trocken sein und schmeckt zart salzig. In seiner Frische erinnert er stark an Riesling. Gut gekühlt ist der Albarino Weißwein ein kraftvoller aber zugleich erfrischender Wein, der Apfelnoten und Anklänge von Zitrusfrüchten in sich trägt. Ein Albarino Weißwein eignet sich wunderbar zu frischen Sommergerichten mit Fisch und Meeresfrüchten. Aber auch als Terrassenwein kann er seine erfrischenden Vorzüge genussvoll ausspielen.