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Arneis

Die alte, italienische Weißweinsorte Arneis war bereits im 15. Jahrhundert bekannt – und zwar unter den beiden Namen Renesium und Ornesio. Sie galt aufgrund ihrer immer weiter schwindenden Verbreitung zwischenzeitlich allerdings als (beinah) ausgestorben. In den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts wurde Arneis Weißwein – dessen Name übersetzt „ die kleine Schwierige“ bedeutet – wiederentdeckt. Die bestockte Rebfläche lag beispielsweise zu Beginn der Neunzigerjahre in der Provinz Cuneo bei gerade einmal 55 Hektar. Seither erlebt die alte, italienische Sorte Arneis eine regelechte Renaissance. 2006 hatte sich die bestockte Fläche bereits auf rund 600 Hektar vergrößert. Der besonders säurearme Arneis Weißwein wird hauptsächlich und fast ausschließlich im italienischen Gebiet von Piemont angebaut – deshalb auch die Bezeichnung Barolo bianco. Kleinere Bestockungen sind auch in Argentinien, Australien und Nordamerika bekannt. Dort – in den Vereinigten Staaten – wird der Arneis Weißwein vor allem in Oregon und Maryland angebaut. Rein optisch zeigt sich die Traube des Arneis Weißwein behaart, beinah schon wollig. Die Farbe der Traube besitzt eine zarte, karminrote Färbung und ist mittelgroß und dickbeerig. Mit etwa 30 Tagen Reifezeit gehört sie zu den spätreifenden Rebsorten. Die Aromen des Arneis Weißwein sind sehr spannend. Bei jungen Vertretern sind ganz klare Mandelnoten wahrnehmbar. Hinzu treten Noten von grünem Apfel, frischer Melone und zarter Birne. In früheren Zeiten wurde der Arneis eher süßlich ausgebaut – aktuell ist ein anderer Trend erkennbar. Ein Arneis ist heute frisch, fruchtig und von angenehmer Säure getragen. Wir empfehlen diesen erfrischenden Tropfen zu buntem Salat mit zart geröstetem Brot und gegrilltem Geflügelfleisch.