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Nebbiolo

Die rote Edelrebsorte Nebbiolo ist in der italienischen Piemont-Region zu Hause. Sie ist sehr anspruchsvoll und lässt sich nur schwer in anderen Regionen kultivieren. Von den weltweit rund 6.000 Hektar Nebbiolo Rotwein liegen mehr als 5.000 Hektar auf italienischem Boden. Vereinzelte Rebkulturen liegen in Südamerika, Kalifornien, Südafrika und der Schweiz. Der Name Nebbiolo leitet sich von dem hellen Belag ab, der sich auf der vollreifen Beere zeigt und der optisch sehr stark an milchigen Nebel erinnert. Der exakte Ursprung von Nebbiolo Rotwein ist leider nicht bekannt. Man geht aber davon aus, dass die Rebe bereits in der Antike in Italien angebaut wurde. Die erste gesicherte Nennung ist aus dem 13. Jahrhundert bekannt. Wie bereits erwähnt, ist Nebbiolo gegenüber Klima und Boden sehr anspruchsvoll und nur schwer erfolgreich kultivierbar. Unbedingte Voraussetzung sind steile Hanglagen auf kalkigem Mergel mit einer südlichen bzw. südwestlichen Ausrichtung. Da Nebbiolo Rotwein früh treibt, sind Spätfröste extrem ungünstig. Kommt es zu vermehrten Niederschlägen in der Blütezeit, so neigt der Wein zur Verrieselung. Hält das feuchte Wetter bis in den Herbst an, so droht Grauschimmelbefall. Nebbiolo Rotwein besitzt dunkle, fast schon schwarzblaue Beeren, die eine mittlere Größe besitzen und deren Saft einen hohen Tanningehalt aufweist. Deshalb eignet sich der Nebbiolo Rotwein sehr gut zur Reife. Er entwickelt dank seiner Tannine über einen längeren Zeitraum hinweg seine typischen Aromen von Veilchen und Pflaumen. Ein Nebbiolo Rotwein ist tiefrot und ausdrucksstark. Der Duft ist breitgefächert, blumig und würzig zugleich. Fruchtige Aromen von Veilchen und Rosen sind neben Pflaumennoten, Tabak und Bitterschokolade mit der Nase und dem Gaumen wahrnehmbar. Ein Nebbiolo Rotwein passt hervorragend zu würzigen Soßen, deftigem Wildschweinbraten und Pilzgerichten mit Trüffeln. Aber auch zu altem, hocharomatischem Hart- oder Blauschimmelkäse passt der Wein sehr gut.