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Regent

Die deutsche Rotwein-Qualitätsrebsorte Regent wurde 1967 von Gerhardt Alleweldt am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof durch die Kreuzung der Rebsorten Diana und Chambourcin entwickelt. Ziel war es, eine Qualitätsrebsorte zu schaffen, die gegen möglichst viele bekannte Pilzkrankheiten resistent ist. Im Jahr 1995 erhielt Regent Rotwein die deutsche, 1996 die europäische Sortenzulassung. Leider wurde das gesteckte Ziel – einen Wein zu entwickeln, der gegen beinah alle Pilzkrankheiten resistent ist – nicht erreicht. Regent Rotwein kann bei fehlendem Spritzen durchaus von Krankheiten befallen werden. Auf der anderen Seite bedarf es allerdings lediglich einer sehr geringen Schutzmittelspritzung von etwa einem Fünftel (20 Prozent), um die Rebe gegen Krankheiten zu schützen – dies kann durchaus als Erfolg gewertet werden. Regent Rotwein gilt also nicht als „pilzresistent“ – jedoch als „pilzwiderstandsfähig“ (PiWi). Die Rebe ist gegenüber Frühjahrsfrösten gut geschützt, da Regent mittelfrüh austreibt. Lediglich späte Fröste im Mai können der Rebe Schaden zufügen. Die Rebsorte gilt als früh reifend und ist sehr ertragsreich. Der fertige Wein besitzt ein hohes Maß an Malvidin (Rotweinfarbstoff), wodurch sich seine sehr intensive Farbe erklären lässt. Zudem lässt sich bei Cuvées mit einem Hohen Anteil an Malvidin folgern, dass Regent Rotwein Verschnittpartner ist. Neben dem sehr intensiven Farbbild von Regent Rotwein zeigt sich ein kraftvoller Geschmack. Kenner beschreiben eine große Ähnlichkeit zu Merlot – auch in Bezug auf die Verbindungseigenschaften mit anderen Weinen in Cuvées. Der Regent zeigt ein sehr angenehmes Tanningerüst, das von Aromen von Kirschen und Johannisbeeren durchflochten ist. Besonders hochwertige Beeren können auch gut im Eichenfass veredelt werden. Regent Rotwein ist früh trinkreif und ein toller Begleiter zu Käseplatten und herzhafter Wurst. Aber auch Wildgerichte mit kräftigen Soßen sind ein hervorragender Genusspartner für den Regent.