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Saint Laurent

Die rote Rebsorte Saint Laurent kommt ursprünglich aus Frankreich (Elsass) und gehört heute zu den nur noch wenig verbreiteten Rebsorten. In ihrem Ursprungsland Frankreich und in Deutschland ist die Rebe beinah vollständig verschwunden – allein in Deutschland wird Saint Laurent Rotwein nur noch als Nischenprodukt auf etwa 600 Hektar angebaut. In Österreich ist die Verbreitung mit 700 Hektar ähnlich. Eine etwas höhere Beliebtheit genießt Saint Laurent Rotwein – der auch als St. Laurent, Laurenzitraube, Svatovavinecké oder Sentlovrenka bezeichnet wird – in Tschechien und der Slowakei. In Tschechien beträgt die Anbaufläche etwa 1.700 Hektar – also immerhin fast drei Mal so viel wie in Deutschland. Der Grund für die schlechte Verbreitung ist die schwierige Aufzucht von Saint Laurent Rotwein. Die Pflege ist sehr intensiv und aufwendig – der Ertrag aber eher gering. Die tendenzielle Rückläufigkeit im Anbau zeichnete sich bereits im 20. Jahrhundert ab. Saint Laurent Rotwein ist sehr farbintensiv. Er zeigt sich in einem Farbfächer zwischen Violett und Granatrot. Der Duft ist voll von Fruchtigkeit – Kirschen, Johannisbeeren und Brombeeren zeigen sich in der Nase. Auch Noten von Bitterschokolade trägt der Saint Laurent in sich. Die Tannine können variieren. Sie zeigen sich mal rau und holzig, mal weich und samtig. Durch eine Lagerung können Aromen entstehen, die von Kennern als Pinot-ähnliche Aromen beschrieben werden. Saint Laurent Rotwein passt sehr gut zu Fleischpastete und Wildgerichten. Aber auch zu Käsevariationen und Pasta mit würzigem Pesto macht der Wein eine tolle Figur.