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Silvaner

Die Weißweinsorte Silvaner gehört zu den ältesten Rebsorten der Erde. DNA-Analysen belegen, dass die Rebsorte durch die natürliche Verpaarung von Österreichisch Weiß und Traminer entstand. Wann dies genau passiert ist, kann nicht gesagt werden. Aufgrund von historischen Untersuchungen ist jedoch eins klar: Es ist bereits einige Zeit her, denn erste Erwähnungen der Rebsorte Silvaner gehen auf das 1. Jahrhundert nach Christus zurück. In Deutschland taucht die Rebe in Quellen aus dem 17. Jahrhundert auf. In dieser Zeit gelangte der Silvaner Weißwein höchstwahrscheinlich aus dem Donauraum nach Deutschland. Die aktuelle territoriale Ausdehnung von der Rebe lässt sich auf die Länder Deutschland, Frankreich (Elsass), Schweiz und Österreich begrenzen. Mit etwa 2.500 Hektar bestockter Fläche nimmt die deutsche Weinregion Rheinhessen den ersten Platz im Anbau von Silvaner Weißwein ein. Die Rebe benötigt entweder Lehmböden oder (noch lieber) einen kalkigen Untergrund. Silvaner Weißwein ist gegenüber Trockenheit, Winterfrost und Echtem Mehltau sehr empfindlich. In einer guten Lage bringt die kräftig wachsende Rebe verlässlich gute Erträge. Beliebt unter Winzern sind sehr alte Silvaner Reben, da diese mit handwerklichem Geschick und guter Kenntnis zu echten Spitzenweinen ausgebaut werden können. Silvaner Weißwein ist sehr harmonisch und besitzt eine zarte Säure und ein feines aber dezentes Bukett. Je nach Lage zeigt er für den Ort typische Charakterzüge im Geschmack und Geruch. Generell neigt der Silvaner Weißwein allerdings nicht zu einer übertriebenen Fruchtigkeit. Er ist bekannt für einen eleganten und zarten Auftritt. Besonders empfehlenswert sind Vertreter von Lagen mit feinen Kalkböden, da der Silvaner Weißwein dort einen besonders schönen Charakter bekommt. Wir empfehlen Silvaner Weißwein als Aperitif oder als Begleiter von leichten und zarten Salaten und Fisch. Aber auch als Gesprächsuntermalung eignet sich der Weißwein leicht gekühlt im Sommer sehr gut.