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Spätburgunder

Die in Deutschland unter dem Namen Spätburgunder bekannte rote Edelrebe trägt in Frankreich den Namen Pinot Noir und kommt ursprünglich aus der französischen Burgund-Region. Ein überaus verführerisches Bukett zeichnet den Spätburgunder aus. Im Mund zeigt er eine weiche Samtigkeit, verführerische Noten von Kirsche, Himbeere, dunkler Johannisbeere und Pflaume. Aber auch Blumentöne feiner Rosen und zarter Veilchen umschmeicheln die Zunge. Die Palette feinster Spätburgunder Aromen könnte weiter fortgesetzt werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Was der Riesling bei den Weißweinen ist, das ist der Spätburgunder bei den Roten. Die andere Seite der Medaille: Der Spätbugrunder Rotwein stellt hohe Anforderungen an den Weinmacher und dessen Fähigkeiten. Will man einen Wein von Rang und Qualität haben, so muss man sich intensiv mit dem Spätburgunder beschäftigen. Wird der Wein in königlicher Weise gepflegt und mit der allerbesten Technik und dem größtmöglichen Fachwissen umgarnt, dann entsteht ein Spätburgunder mit einem wahrhaft traumhaften Bukett und Geschmack. Das Klima sollte gemäßigt sein – nicht zu heiß und nicht zu kalt. Die Wachstumszeit muss lang sein, damit der Spätburgunder Rotwein sein intensives Aroma entwickeln kann. Am besten gedeiht der Wein auf einem kalkhaltigen Boden, der von Ton und Mergel durchzogen ist. Solche Bedingungen sind im Burgund – der Heimat des Spätburgunders – gegeben. Kenner vertreten die These, dass die Rebe des Spätburgunders bereits seit über 1.000 Jahren in dieser Region wächst. Einige sprechen diesbezüglich sogar von bis zu 2.000 Jahren. Der Spätburgunder Rotwein entstand wahrscheinlich aus einer wilden Mutation. Neben dem Burgund gibt es auf der Erde noch weitere Anbaugebiete für Spätburgunder Rotwein, die sich sehr gut eignen. Sie liegen in Frankreich, Chile, Deutschland, Australien, Italien, Österreich, Neuseeland, Rumänien, Spanien, Südafrika, der Schweiz und den Vereinigten Staaten von Amerika.