Cognac die begehrenswerte Spirituose aus Frankreich

Cognac ist eine nach der französischen Stadt Cognac und dem umliegenden Weinbaugebiet benannte Spirituose, die aus Weißweinen gewonnen wird. Als geschützte Herkunftsbezeichnung ist der Name Cognac heute für den dort hergestellten Branntwein reserviert und weltberühmt geworden.

Cognac darf sich nur das Destillat aus dem Ort Cognac und der umgebenden Charente nennen.

Im Jahre 1930 wurden 6 Weinbaugebiete für die Produktion von Cognac definiert.

Aufgelistet in der Reihenfolge ihrer Wertschätzung sind das:

Grande Champagne

Petite Champagne

Borderies

Fins Bois

Bons Bois

Bois Ordinaires

Einer der Vorfahren hier ansässigen und Cognac produzierenden Familie Castelbajac mit Namen Chevalier de la Croix-Maron soll übrigens der Erfinder des Cognacs sein.

In der Charente werden 3 Rebsorten angebaut. Zum einen ist es Ugni Blanc (in Italien als Trebbiano bekannt). Diese Rebsorte hat mit 90% den größten Anteil der Rebfläche. Damit wird ein leichter und säurebetonter Brennwein hergestellt.

Die 2 weiteren Rebsorten, Folle Blanch und Colombard, teilen sich die übrigen 10% der Fläche. Selten verwendete Sorten sind unter anderem Folignan, Jurancon Blanc, Meslier-Saint-Francois, Montils, Select und Sémillon.

Traditionsgemäß ist Cognac eine Assemblage, also die Zusammenstellung einer Cuvée aus verschiedenen Weinen, die miteinander cuvetiert werden. Dies ist jedoch keine Pflicht.

Der Verbraucher kann die Qualität eines Cognacs vergleichsweise leicht anhand der verschiedenen Altersstufen abschätzen.

Die Altersangabe eines Cognacs entspricht der Reifezeit im Eichenfass. Der Alterungsprozess ist übrigens nach der Abfüllung in Flaschen beendet.

Die Altersangabe bezieht sich immer auf den zuletzt zur Komposition zugesetzten Teil.

„VS“ bedeutet Cognac, dessen jüngstes Destillat mindestens 2 Jahre alt ist.

Die Kürzel VSOP, VO, Vieux und Réserve sind dem Cognac gewidmet, dessen jüngstes Destillat mindestens 4 Jahre alt ist.

Die Bezeichnungen Napoléon, XO, Extra, Hors d‘âge, Royal, Très Vieux und Vieille Réserve gibt es bei den Cognacs, dessen jüngstes Destillat mindestens 6 Jahre alt ist.

Neben den Altersangabe findet man häufig auch das jeweilige Anbaugebiet der Weine für den Cognac.

Im folgenden finden Sie eine Erklärung der verschiedenen mögliche Zusätze auf den Flaschen:

“Fine” mit dem Hinweis auf eine Region erklärt die Herkunftsregion des Cognacs

Beispiel: “Grand Fine Champagne” , “Grand Champagne” und “Fine Grand Champagne” bedeutet, dass 100% des Cognac aus der Grand Champage kommen.

“Fine Champagne”: mindestens 50% stammt aus der Grand Champagne, der Rest aus der Petite Champagne.

Ein "Petite Champagne" oder "Fine Petite Champagne" Cognac ist zu 100% aus den Petite Champagne Bränden zusammengesetzt.

"Borderies" oder "Fine Borderies" Cognac enthält 100% Brände aus dem Borderies Areal.

Ein "Fins Bois" oder "Fine Fins Bois" Cognac enthält 100% Brände aus dem Fins Bois Areal.

Ein "Bons Bois" oder "Fine Bons Bois" Cognac enthält 100% Brände aus dem Bons Bois Areal.

Meistens verwenden Händler sehr viel ältere Branntweine zur Herstellung, als es gesetzlich vorgeschrieben. Die Destillate mit einer renommierten Bezeichnung weisen oft ein Alter von mehreren Jahrzehnten auf. Viele Hersteller besitzen ein Lager mit Bränden, die bis in das 18. Jahrhundert zurück gehen. Hochwertige Cognac-Variationen erhalten Anteile dieser wunderbaren alten Brände. Die Flaschen kosten dann oft mehr als 1000 Euro.

Bei der Cognac-Lagerung wird üblicherweise für die Fässer Eichenholz verwendet. Dieses Holz stammt aus den Wäldern von Troncais und Limousin. Eine genormte Fassgröße gibt es für Cognac nicht wirklich, sie variiert durchaus, ein Barrique faßt im Mittel circa 225 Liter.

Holzfass-Lagerungen bewirken eine Vermischung der Hauptaromen aus dem Wein mit den zurückhaltenden Aromen aus dem Holz. Dadurch erhält das klare „Lebenswasser“ seine typische braune Cognac-Färbung. Je älter der Cognac, desto dunkler wird er.

Abhängig von der Herkunft, variiert auch die Lagerdauer des Destillats. Schon nach 4 Jahren sind viele Brände aus Communs, Bons Bois und Fins Bois trinkreif.

Andere Cognacs, die aus besseren Lagen, hergestellt werden, brauchen beträchtlich länger. Der Alkoholanteil im Eichenfass reduziert sich durch eine normale Verdunstung. Dadurch wird der Cognac viel milder im Geschmack. Hochgerechnet verliert er etwas 1,5 Volumenprozent an Stärke.

Verschiedene Kellermeister verschneiden deren Cognacs für den Markt. Durch das Verdünnen mit Wasser wird der Alkoholgehalt auf 40 Volumenprozent reduziert bis auf wenige uralte Cognacs. Es kann sogar mit Zuckerkulör die Farbe vereinheitlicht und bis an die 3 Volumenprozent Zucker zugesetzt werden. Darauf wird bei richtig guten Cognacs aber verzichtet.

Viele Hersteller von Cognac bieten ihre hochwertigen Produkte nur in teuren Kristallkaraffen an, da mit dem Produkt immer auch ein Image verbunden sein soll.

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