Dekantieren von jungen und alten Weinen

Es gibt viele Gelegenheiten, ein Glas Wein zu trinken. Doch nicht jeder Wein offenbart beim ersten Schluck seine ganze Fülle. Worauf müssen Sie also achten, wenn Sie Wein bestmöglich zum Trinken vorbereiten möchten - welcher Wein wird dekantiert?

Viele Menschen verbinden mit dem Dekantieren von Wein, dass dieser "atmen" müsse, um den vollen Geschmack entfalten zu können. Das stimmt nur bedingt. Alte Rotweine sind weniger stabil als junge, deshalb kann ihnen zu viel Luft schaden. Das Dekantieren sollte bei diesen Weinen also möglichst kurz vor dem eigentlichen Genuss liegen und mittels Karaffe mit engem Hals und schlanker Form durchgeführt werden. So ist die Kontaktfläche des Weins zur Außenluft gering und der Genuss länger garantiert.

Depot in der Weinflasche

Durch das Dekantieren umgehen Sie weiterhin das unbeabsichtigte Mittrinken des Depots oder Weinsteins. Ein Depot bezeichnet Ablagerungen von Farb- und Gerbstoffen sowie Schalenresten in der Weinflasche und ist kein Zeichen von Qualitätsmangel. Vielmehr weist der Bodensatz darauf hin, dass dieser Wein nicht übermäßig gefiltert wurde. Ablagerungen können auch als Beginn der Trinkreife angesehen werden – das Depot selbst sollten Sie aber in der Flasche lassen. Stellen Sie beim Umgießen eine Kerze oder andere Lichtquelle unter den Flaschenhals, um rechtzeitig zu sehen, wann eine Trübung eintritt.

Junge Rotweine sollten atmen

Junge Rotweine hingegen können sehr vom Kontakt mit der Luft profitieren. Das bloße Öffnen der Flasche einige Stunden vor Genuss wird hier jedoch nicht ausreichen. Hier sollten Sie auf eine bauchige Karaffe mit großer Oberfläche für den Rotwein zurückgreifen. Gießen Sie den Rotwein in dem Fall regelrecht sprudelnd zwei bis drei Stunden vor dem Servieren um.

Da Weißweine kein Depot bilden und auch keinen Sauerstoff benötigen, müssen Sie nicht dekantiert werden. Als Ritual vor dem Genuss und zur Gefälligkeit für das Auge können Sie das natürlich trotzdem machen.

Verschließen Sie nicht getrunkenen Wein

Haben Sie schon einmal eine Flasche Wein nur halb getrunken und am Folgetag erneut davon probiert? Oft hat sich der Geschmack des Weins durch den Kontakt mit der Luft verbessert, aber Vorsicht: Eine zu lange Lagerung einer geöffneten Weinflasche wird irgendwann das Gegenteil bewirken. Verzehren Sie nach Möglichkeit geöffneten Wein ein bis zwei Tage nach Anbruch. Verschließen Sie die Flasche, um unerwünschten Schaden zu vermeiden. Außerdem verdirbt Wein bei niedrigen Temperaturen langsamer, stellen Sie daher auch Rotwein in diesem Fall bis zum erneuten Genuss kühl.

Die Reihe zum Nachlesen

 

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