Die deutsche Weinregion Ahr - Ein Paradies für Rotweinliebhaber

Das Ahr-Anbaugebiet umfasst stolze 559 Hektar bestockte Rebfläche. Damit belegt es bezüglich seiner Größe Platz zehn unter den dreizehn deutschen Anbaugebieten. Es ist das nördlichste Rotweinanbaugebiet Deutschlands und stellt mit 37 Hektar die größte Anbaufläche für Frühburgunder dar. Dennoch ist es vor allem für die den Anbau von Spätburgunder-Reben bekannt.
Benannt wurde die Weinregion nach dem gleichnamigen Fluss. Bekannte Weinbauorte im Ahrtal sind Mayschoß, Rech, Walporzheim und Heimersheim. Die ca. 25 Kilometer lange Ahr-Rotweinstraße führt am unteren Ahrtal entlang der Anbaugebiete Altenahr über Dernau, Ahrweiler, Bad Bodendorf nach Sinzig und lädt zu etlichen Stopps für Weinliebhaber ein. An jenen Orten liegt Wein-Historie in der Luft.

Weinanbau mit weitreichender Tradition

Bereits während des 9. Jahrhunderts hat man hier begonnen rote und weiße Rebsorten anzubauen. Dann, nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, konzentrierte man sich zunehmend auf rote Rebsorten. Eigentlich sind die klimatischen Bedingungen hierfür nicht optimal, aber bestimmte Faktoren machen jenen Anbau in der Region möglich.
Vor allem Wärmespeicherung und -abgabe durch den Rhein spielen hier eine bedeutende Rolle. Da sich zwischen Flussschlingen und Felsen abgeschirmte Klimazonen bilden, die vorm Wind von der Hochfläche geschützt werde, entstehen durch die Sonneneinstrahlung hohe Luft- sowie Bodentemperaturen. Im Winter liegt hier das Jahresmittel zwischen Dezember und Februar bei seichten 2,6°C. Das macht die Region für ganz bestimmte Rebsorten interessant.

Das Tal der roten Traube

Mit 63% ist der Anteil an Burgundersorten besonders hoch, weshalb dieser die Leitrebsorte darstellt. Über die Hälfte der Rebflächen ist mit Pinot Noir, also Spätburgunder, bestockt. Kleinere Bestände bilden Blauer Portugieser, Domina (Kreuzung aus Spätburgunder und Portugieser), Riesling, Regent, Dornfelder und Frühburgunder. Letzterer reift etwa zwei Wochen früher als der Spätburgunder, was zur namentlichen Unterscheidung der beiden Sorten führt. Er ist in den deutschen Anbaugebieten eine Rarität.

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