Die spanische Weinregion Extremadura

Rotwein aus dem „spanischen Wilden Westen“

Da wären Estremadura und Extremadura. Diese beiden Gebiete, einmal portugiesisch und einmal spanisch, werden gerne verwechselt. Um letztere Weinbauregion, die spanische Extremadura, soll es in diesem Artikel gehen. Sie gehört zu den 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens und steht bezüglich der Gesamtweinproduktion des Landes an vierter Stelle. Weit im Westen gelegen, grenzt das Gebiet an Portugal und ist nicht gerade eine bevölkerungsreiche Gegend. Es handelt sich um steppenreiches Hochland. Extremadura wird daher auch „Wilder Westen Spaniens“ genannt.
Deshalb eignet sich die Gegend neben der Weinwirtschaft auch hervorragend zur Schweine- und Schafszucht sowie zum Olivenanbau. Wer sich schon einmal gefragt hat, wo die für Flaschenweine so bedeutsamen Korken eigentlich herkommen, findet für Spanien in Extremadura eine Antwort, denn die Region ist ebenso für ihre Korkenproduktion bekannt. Doch bevor die Weinflaschen verschlossen werden, braucht es guten Wein, dessen Reben vorher von optimalen Bedingungen profitieren können.

Kontinentaler Norden, mediterraner Süden

Die Römer sollen es gewesen sein, die die Stadt Merida am Fluss Guadiana gegründet haben, um welche sich heute die rund 85.000 Hektar Gesamtrebfläche erstrecken. Im Allgemeinen dominieren dabei geologisch vor allem Kreide-, Kalkstein und Lehmböden. Bezüglich seiner Erhebungen kann das Gebiet in Extremadura Alta und Extremadura Baja unterteilt werden. Weiterhin unterscheidet man zwischen Cañamero und Montánchez, wo man auf harte und steinige Böden trifft, Ribera Alta und Ribera Baja (die Täler der Gebirgszüge) mit Sand- und Lehmböden und den fruchtbaren Teilgebieten Tierra de Barros und Mantanegra. Sie profitieren besonders von den zahlreichen Flussläufen der Weinregion.
Diesbezüglich ist hervorzuheben, dass der Süden Extremaduras durch seine Nähe zum Meer stärker von mediterranen Einflüssen geprägt ist und hier in den Sommermonaten höhere Temperaturen erreicht werden. Mildernd wirkt sich optimalerweise der Fluss Guadiana aus. Der Norden wird hingegen durch Gebirge vom atlantischen Einfluss abgeschirmt und ist dementsprechend kontinentaler und kühler. Zahlreiche Sonnenstunden von 2600 im Jahr in Kombination mit Niederschlagsmengen von 400 bis 600 mm jährlich machen Extremadura zu einer abwechslungsreichen Weinregion, die lange Vegetationsperioden gewährleisten kann. Nicht zuletzt deshalb gehört sie heute zu den besten Europas.

Moderne, frische Tropfen

Hier entsteht eine Vielzahl unterschiedlicher Weine, wobei rote Rebsorten dominieren. Dabei steht Tempranillo traditionell an erster Stelle. Experimentierfreudigere Winzer kultivieren zudem internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon und Syrah. Weißweine werden in dem zusammenhängenden Weinbaugebiet vor allem aus den Sorten Cayetana, Macabeo und Pardillo gekeltert. Insgesamt überzeugen die Weine durch angenehme Frische und interessante Fruchtnoten. In einigen Lagen darf sogar der Schaumwein Cava hergestellt werden, der eigentlich typisch für den Osten Spaniens ist.

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