Die rote Edelrebe Monastrell

Die rote Edelrebe Monastrell ist in Spanien nach Garnacha die zweithäufigste Sorte. Sie nimmt im Südosten Spaniens eine umfangreiche Anbaufläche von 60.000 Hektar ein. Dabei zeigt sich der Monastrell allerdings in verschiedenen geschmacklichen Ausprägungen. Die Palette reicht dabei von jungen, fruchtigen Weinen bis hin zu schweren, alkoholreichen und süßen Weinen, die im Holzfass ausgebaut wurden. Historiker nehmen an, dass die Rebsorte Monastrell etwa 500 vor Christus von den Phöniziern – die im 1. vorchristlichen Jahrtausend als Händler und Seefahrer bekannt waren – in Spanien eingeführt wurde. Bisher ging die Forschung davon aus, dass Monastrell dann von Spanien nach Frankreich – genauer: in die Provence – gelangte und dort unter dem Namen Mourvédre angebaut wurde. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen jedoch, dass es sich bei Monastrell und Mourvédre nicht um dieselbe Sorte handelt. Der Radiokarbonmethode zufolge sollen die beiden Rebsorten nicht einmal miteinander verwandt sein. Die Hochburg des Monastrell liegt in der spanischen Region Murcia. Hier kann man deutlich die typischen Anbauverhältnisse des Monastrell erkennen. Hier steht die knorrige Buschrebe bei minimalen Niederschlägen und ohne Bewässerung bei hochsommerlicher Hitze auf kargen Hochebenen. So brütendheiß wie es im Sommer ist, so kalt ist es im Winter. Beiden klimatischen Extremen begegnet der Monastrell aufrecht und gehobenen Hauptes. Aufgrund dieser speziellen Bedingungen entstehen Trauben mit einer hohen Süße. Es entsteht ein Wein, der rustikal, tanninreich und alkoholstark ist. Diese Charaktereigenschaften galten früher als typisch für einen Monastrell. Mittlerweile gibt es viele junge Winzer, die das Potenzial der Traube vielfältiger ausschöpfen. Stellt man den Monastrell zum Beispiel auf Schwemmboden, dann bilden die Traube dünnere Schalen aus. Dies führt dazu, dass fruchtigere Rotweine mit deutlich weniger Gerbstoffen entstehen. Die geschmacklichen Ausprägungen sind mittlerweile manigfaltig. In modernen Ausbaustufen wird der tanninhaltige Charakter des Monastrell deutlich abgemildert und es entstehen frische, fruchtige und leichte Weine. Er kann aber auch intensive und saftige Aromen von Pflaume, Kirsche und Erdbeere besitzen. Leicht reifere Vertreter zeigen Konfitürenoten und eine leichte Würze vom Fassausbau. Es können aber ebenso Aromen von Schokolade und Süßholz zum Vorschein kommen. Noch reifere Ausbaustufen zeigen deutliche (zunehmend rassige) Tannine, Eichenwürze und eine ausgeprägte Mineralität. Generell besitzt der Monastrell im Vergleich zu anderen Weinen einen gesteigerter Alkoholgehalt. Besonders schwer ausgebaute Vertreter sind nur nach einer gewissen Lagerzeit genießbar. Sie möchten sich selbst von dem vielseitigen Geschmack des Monastrell überzeugen? Dann schauen Sie doch einfach im ebrosia-Shop vorbei – ganz einfach und überaus genussvoll ist der Castillo de Monastra Monastrell Edición Exclusiva D.O. 2012.
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