Pinot Noir - ein anspruchsvoller Rotwein voller Überraschungen

Pinot Noir - Franzose mit langer Tradition

Pinot Noir, Spätburgunder, Pino Nero: Das sind nur drei Namen aus einem umfangreichen Katalog von Synonymen, unter denen diese ebenso anspruchsvolle wie belohnende Rebsorte weltweite Anerkennung gefunden hat. Experten gehen davon aus, dass sich der charaktervolle Wein direkt aus Wildreben entwickelt hat. Kultiviert wird Pinot Noir in Frankreich bereits seit den Zeiten der römischen Antike. Unter der Bezeichnung "Clävner" erreichten die blau bis dunkelvioletten Trauben - mit der typischen Form eines breiten Kiefernzapfens - das heutige Deutschland im Jahr 834 und wurden erstmals von Winzern am Bodensee angebaut.

Burgund

Pinot Noir - anspruchsvolle Rebsorte mit internationaler Beliebtheit

Der Siegeszug des Pinot Noir hat inzwischen zahlreiche Winkel der Erde erreicht. Große Anbaugebiete finden sich in dem klassischen Herkunftsland, dem französischen Burgund. Auch in der Champagne spielen die eher kleinen, dichtbeerigen Trauben eine wichtige Rolle: Pinot Noir ist eine von nur drei zugelassenen Rebsorten für die Herstellung von Champagner. In Deutschland sind es vor allem die Spätburgunder aus Baden, die es an Qualität mit den großen französischen Konkurrenten aufnehmen können.

Darüber hinaus findet man Pinot Noir in den USA, die hinter Frankreich und vor Deutschland die zweitgrößte Rebfläche stellen, und ebenso in Italien und Österreich, in Australien und Neuseeland, in Südafrika und selbst in Kanada, Südengland und Wales.

Obwohl der Pinot Noir an seine Winzer höchste Ansprüche stellt, erfreut er sich globaler Popularität. Der Pinot Noir bevorzugt gemäßigte bis kühle, aber sonnenbeschienene Südlagen mit kalk- und tonhaltigen Böden und ist empfindlich gegenüber starken Temperaturschwankungen. Zusätzlich erfordern die meist dünnhäutigen Beeren eine Behandlung mit großer winzerischer Könnerschaft. Besonders anfällig sind die Reben gegenüber Mehltau, Rotfäule und Reisigkrankheit. Unerfahrene Weinbauern verzichten deshalb gerne darauf, sich den Launen dieser Diva unter den Rebsorten auszusetzen. Erfahrene Profis jedoch, die dem Pinot Noir sachkundige Pflege und Vinifikation angedeihen lassen, können einen Rotwein anbieten, der mit dem Beifall kritischer Weinkenner rechnen darf.

Pinot Noir - facettenreicher Genuss bei Tisch

Variantenreichtum ist die große Stärke des Pinot Noir. Innerhalb eines einzigen Jahrgangs derselben Lage eröffnen sich mitunter beachtliche Unterschiede im Gesamtcharakter des Rotweins: Wer ein Fläschchen öffnet, darf dies stets mit einem Gefühl gespannter, freudiger Erwartung tun.

Ein dynamisches Zusammenspiel eigenständiger Geschmacksnoten machen den Pinot Noir zu einem idealen Essbegleiter. Seine Facetten krönen kulinarischen Hochgenuss mit dem gewissen Extra, dem Plus an Finesse. Zu Pilzen, Auberginen oder Zucchini, einem schön gereiften Brie, kräftigen Senfsaucen, pikanten, mit Anis oder Ingwer gewürzten Speisen und auch zu klassisch zubereiteter Pasta: die Einsatzmöglichkeiten des Pinot Noir bei Tisch sind nahezu unerschöpflich.

Es ist allerdings darauf zu achten, dass sich der Rotwein geschmacklich auch entfalten kann. Ein Übermaß an Deftigkeit, Fett oder Schärfe verdeckt seinen Charakter. Rustikale Aromen von frisch geschnittenem Holz und erdiger Würze verbinden sich mit ausgeprägter Fruchtigkeit und zarten Anklängen an Veilchen und Rosenblätter. Diese Geschmackssymphonie ist Ihre Aufmerksamkeit wert und sollte durch die Mahlzeit bereichert, nicht aber betäubt werden.

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