Weinbau an der Mosel – Steillagen und Schieferböden für beste Tropfen

Etwa 8.800 Hektar Rebfläche, die sich entlang der Mosel von Perl bis nach Koblenz erstrecken - atemberaubend steile Hänge prägen das Anbaugebiet an Mosel, Saar und Ruwer, das als ältestes Deutschlands gilt. Die von Schieferböden geprägten Weine zeigen eine enorme geschmackliche Tiefe. Besonders bemerkenswert ist, dass in diesem Weingebiet der steilste Weinberg der Erde anzutreffen ist, der Bremmer Calmont. Seine Neigung beträgt unglaubliche 68%.

Schwere Arbeit am steilen Hang

Ein Weinberg gilt als Steillage, wenn dessen Hangneigung prozentual oberhalb von 30 liegt. Ca. 3.500 ha – so groß ist die Fläche an Steillagen im Mosel-Weingebiet. Damit ist es global das größte Steillagenweinbaugebiet.
Am Calmont, zwischen Bremm und Ediger-Eller, ist die Pflege der Reben nur per Hand möglich und unter anderem deshalb sehr zeitaufwändig.
Im Moselgebiet wird daher oft selektiv geerntet. Das bedeutet, dass die Trauben in mehreren Erntedurchgängen, nach Reifegrad getrennt geerntet und sortiert werden. Dementsprechend hoch ist der Arbeitsaufwand, aber nur so lassen sich differenzierte Qualitäten der Weine erzeugen.

Einer der besten Rieslinge der Welt

Eine besonders bestechende Qualität haben die Riesling-Weine aus der Moselregion. Rund 60 Prozent der Fläche sind mit dieser weißen Rebsorte bestockt. Beginn der Riesling-Ernte ist Mitte Oktober. Der spät reifende Riesling wird an Mosel, Saar und Ruwer durch durch den Wechsel aus kühlen Nächten und warmen Herbsttagen geprägt. Die daraus resultierende Dominanz spürt man auch im Glas. Den Winzern ist es trotzdem gelungen, eine breite Palette vielfältiger Aromen aus dem Riesling herauszuarbeiten, die an Zitrusfrüchte, Kräuter und vielerlei exotische Früchte erinnern.
Die Rieslingweine aus dem Bremmer Calmont haben ihren ganz eigenen Charakter – durch das Klima, aber auch durch den hohen Schieferanteil des Bodens. Dadurch entstehen Weine mit viel Würze, Kraft und Entwicklungspotential. Trockene, eigentümliche Rieslinge aus der Moselregion erfreuen Freunde jener Weißweinsorte. Je nach Lage und Bodenbeschaffenheit können Weißweine der Mosel also mit einer ungewohnten Kraft und Würze überraschen, die das helle Funkeln im Glas auf den ersten Blick nicht vermuten lässt.
Ein weiterer bemerkenswerter Superlativ sind die Preise, mit denen Mosel Weine zum Teil gehandelt werden. Rekordsummen von bis zu tausend Euro sind nicht selten. Die Einzellage Bernkasteler Doktor ist eine der teuersten landwirtschaflich genutzten Lagen der Welt.

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