Weinregion Toskana - Der Ursprung des Chianti

Neben Piemont ist die Toskana eine der wichtigsten Weinbauregionen Italiens. Sie ist Ursprung einiger der besten und berühmtesten Weine des Landes. In Meeresnähe erstreckt sich das Gebiet entlang der Ligurischen Küste und bedeckt das Hügelland zwischen Florenz, Siena, Montalcino und Montepulciano. Die regionale Hauptstadt der Toskana ist Florenz. Die Stadt liegt in einem der Zentren der Weinregion. Weitere weltbekannte toskanische Orte sind Pisa, Livorno und Siena. Jedes Jahr kommen Millionen Touristen hierher, um die engen Gassen der Städte, schattige Pinienwälder, guten Wein sowie den Anblick von Olivenhainen und weiten Mohnfeldern zu genießen.
Besonders außergewöhnlich ist, dass die Toskana weinbautechnisch im Netzwerk Great Wine Capitals vertreten ist. Hier ist jeweils nur das wichtigste Anbaugebiet eines Landes vertreten. Ziel des Netzwerkes ist es Tourismus, Wirtschaftsbeziehungen und Bildungsangebote der Region zusätzlich zu stärken. Jeder soll also vom Weinbau profitieren.

Weinanbau gestern und heute

Doch bevor der Mensch vom Wein profitieren kann, sind gute äußere Bedingungen für den Weinanbau notwendig. Hierbei ist zunächst zu erwähnen, dass die Toskana sich auf 6 DOCG und 26 DOC-Zonen verteilt und optimale klimatische und geologische Voraussetzungen vorherrschen. Auf rund 65.000 Hektar Rebfläche genießen die Rebstöcke viel Sonne und werden durch die Nähe zum Mittelmeer mit auseichend Regen versorgt. Bezüglich der Bodenbeschaffenheit herrschen Kalkböden vor, die schon die Etrusker und Römer zum Weinanbau nutzten.
Fasst man die heutige Weinwirtschaft ins Auge, legte Baron Bettino Bercasoli im 19. Jahrhundert die Basis für den modernen Toskana-Wein. Aus einer Mischung aus den Traubensorten Sangiovese und Canaiolo kreierte er den weltbekannten Chianti Classico. Später, in den 1970er Jahren, entstanden dann Weine, die mit den französischen mithalten konnten. Seitdem ist die Beliebtheit der Weine aus der Toskana immer weiter gestiegen.

Das Aushängeschild des wunderbaren Weinlandes Italien

An erster Stelle steht diesbezüglich der Chianti. Mit ca. einer Million Hektoliter jährlich ist er der meistproduzierte Qualitätswein aus Italien. Seine Qualität reicht dabei von preiswerten Varianten bis hin zu teuren Spitzenerzeugnissen. Die Hauptrebsorte der Toskana ist Sangiovese. Sie ist gleichzeitig die wichtigste für den Chianti. Prinzipiell dominieren die Rotweine. Weitere Beispiele sind der Brunello (aus Sangiovese Grosso oder der Brunello-Traube) oder der Vino Nobile. Auch Canaiolo und Merlot sind vertreten.
Interessant sind weiterhin die sogenannten Super-Tuscans. Dabei handelt es sich um Cuvees, die aus traditionellen Trauben wie Sangiovese sowie Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc oder auch Merlot hergestellt werden. Sie werden mittlerweile weltweit exportiert. Bezüglich weißer Rebsorten wird hauptsächlich auf Trebbiano Toscano und Vermentino gesetzt.
Abschließend fällt durch den Vergleich mit Piemont auf, dass die Weingüter der Toskana in der Regel größer sind, die Region insgesamt einheitlicher und durch ihre Vernetzung das Streben nach Internationalität ausgeprägter ist.

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