Weinsorten - ein kleiner Rundgang durch die Welt des Weins

Weingenuss ist ein Erlebnis, das sich aus vielen Facetten zusammensetzt. Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, hat all die Freuden einer herrlichen, nicht enden wollenden Reise vor sich. Das gilt genauso für die Entdeckung der in den letzten 15 Jahren auf sensationelle Weise neu erblühten deutschen Weinkultur wie für die Begegnung mit Weinsorten aus der ganzen Welt.

Die wichtigsten Weinsorten im Überblick

Weißwein
Die Unterscheidung zwischen Weiß- und Rotwein beginnt mit den Trauben. Abgesehen von wenigen Ausnahmen (Blanc de Noirs, diverse Champagner) wird Weißwein aus "weißen" (hellen) Trauben gewonnen. Die bekannteste deutsche Weinsorte ist der Riesling. Andere populäre Weißweinsorten sind Chardonnay, Sauvignon Blanc, Weißburgunder (Pinot Blanc, Pinot Bianco) und Grauburgunder (Pinot Gris, Pinot Grigio) und Grüner Veltliner. Hochwertige Weiße Burgunder, Rieslinge und Grüne Veltliner können sehr gut altern. Die meisten Weißweine allerdings zeichnen sich durch frische Säure und fruchtige Aromen aus und werden normalerweise jung getrunken.

Rotwein
Grundlage für Rotwein bilden dunkle Trauben. Das kräftige Rot des Weins kommt aus den Schalen der Weinbeeren, die zusammen mit dem Most gären. Je länger Most und Schalen in Berührung bleiben, umso mehr entwickelt sich die Farbe zu tiefdunklem Rot, gleichzeitig steigt der Tanningehalt. In südlichen Weinbaugebieten wie Italien oder Spanien wird deutlich mehr Rotwein produziert als etwa in Deutschland. Zu den bekanntesten dunklen Weinsorten zählen unter anderen Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir, Syrah und Tempranillo.

Rosé
Roséwein wird ebenfalls aus dunklen Trauben gekeltert. Allerdings bleiben Most und Schalen nur kurz zusammen, so dass der Rebensaft nur wenig Farbe aufnimmt. Klassische Rebsorten für die Erzeugung von Rosé sind Cabernet Sauvignon, Pinotage, Shiraz, Spätburgunder und Tempranillo.

Spritziges: Perlweine, Schaumweine, Champagner & Co
"Perlwein" (italienisch: "vino frizzante", französisch: "vin pétillant") ist die Bezeichnung für einen Wein, der ein geringes, häufig künstlich zugesetztes Maß an Kohlensäure aufweist. Im Gegensatz dazu entsteht die Kohlensäure bei Schaumweinen wie Sekt, Cavas, Crémants oder Champagnern während des Gärungsprozesses im Tank oder in der Flasche.

Weinsorten von trocken bis süß
Die Bezeichnungen "trocken", "halbtrocken" und "süß" auf dem Etikett spiegeln das Weingesetz der EU wieder.
- Als TROCKEN gilt ein Wein, der pro Liter maximal 9 Gramm Restzucker besitzt. Gleichzeitig darf der Zuckergehalt den Säuregehalt nicht um mehr als 2 Gramm pro Liter übersteigen.
- Ein HALBTROCKENER Wein hat höchstens 18 Gramm Zucker pro Liter, der Zuckergehalt darf nicht mehr als 4,5 Gramm (Weißwein) beziehungsweise 10 Gramm (Rotwein, Rosé) pro Liter höher sein als der Säuregehalt.
- SÜSS oder LIEBLICH sind Weine, deren Restzuckergehalt mehr als 18 Gramm pro Liter beträgt.

Edelsüßer Wein
Nicht mit "süßen" oder "lieblichen" Weinen zu verwechseln sind die köstlichen Weinsorten, die als Beerenauslese oder Trockenbeerenauslese auf den Markt kommen. "Beerenauslese" wird die der Spätlese folgende Reifestufe genannt. Ein Teil der Beeren ist hier bereits von Edelfäule befallen und stark eingeschrumpelt. Die letzte nächste Reifestufe, der Trockenbeerenauslese, besteht aus vollständig edelfaulen Trauben. Die Beerenauslesen ergeben nur sehr wenig Saft, der allerdings Fruchtzucker und Säure in sehr hoher Konzentration besitzt. Der berühmteste edelsüße Wein der Welt ist der Château d'Yquem (Sauternes/Frankreich).

Portwein, Madeira, Sherry & Co.
Likörweine ("gespritete Weine") werden mit zusätzlichem Alkohol angereicherte Weine genannt. Ursprünglich in südeuropäischen Weinanbaugebieten eingesetzt, diente dieses Verfahren dazu, die Gärung zu kontrollieren, den hohen Säuregehalt ("Essigstich") zu bändigen und den Wein besser konservierbar zu machen. Mit der Zeit entwickelten sich die aufgespriteten Weine zu regionalen Spezialitäten wie Portwein und Madeira (Portugal), Sherry (Spanien), Marsala (Italien) oder Banyuls, Rivesaltes und Muscat de Beaumes-de-Venise (Frankreich), um nur einige der bekanntesten zu nennen.

 

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