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Artikel: Der junge Wein: Was ist der 'Federweißer' und wie trinkt man ihn?

Der junge Wein: Was ist der 'Federweißer' und wie trinkt man ihn?

Der junge Wein: Was ist der 'Federweißer' und wie trinkt man ihn?

Mit den ersten kühlen Brisen des Herbstes und dem sich wandelnden Farbenspiel der Weinberge kündigt sich alljährlich eine besondere Zeit an. Eine Zeit, in der die Arbeit der Winzer kulminiert und die Natur uns ein flüchtiges, doch intensives Geschenk bereitet: den Federweißer. Als Minka, Ihre Weinexpertin bei ebrosia, lade ich Sie ein, diesen jungen Wein – oder vielmehr: Wein im Werden – in seiner ganzen Komplexität und Anziehungskraft zu betrachten. Es ist mehr als nur ein Getränk; es ist ein saisonales Phänomen, ein Zeugnis der Winzerkunst und ein Symbol herbstlicher Geselligkeit, das weit über seinen süßen Geschmack hinausgeht.

Was ist Federweißer überhaupt?

Der Federweißer, regional auch als "Junger Wein", "Sauser", "Rauscher" oder "Bitzler" bekannt, stellt eine frühe Stufe der Weinentwicklung dar. Es handelt sich um teilweise vergorenen Traubenmost, der seine alkoholische Gärung noch nicht abgeschlossen hat. Sein Name ist Programm: Die Trübung, hervorgerufen durch die noch aktiven Hefepartikel, erinnert an feine Federn, die im Glas schweben. Der Zusatz "weißer" deutet auf die meist verwendeten hellen Rebsorten hin, obgleich auch ein "Federroter" aus dunklen Trauben existiert.

Aus weinfachlicher Sicht ist Federweißer ein lebendiges Produkt. Die alkoholische Gärung wird durch natürlich vorkommende Hefen in Gang gesetzt, die den im Traubensaft enthaltenen Zucker in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln. Dieser Prozess ist beim Federweißer noch in vollem Gange, wenn er in den Handel gelangt. Der Alkoholgehalt liegt daher stets über 1 Volumenprozent und kann bis zu 10 Volumenprozent erreichen, bevor die Bezeichnung "Jungwein" oder "Wein" greift, die üblicherweise erst ab abgeschlossenem Gärprozess und mindestens 10 Volumenprozent Alkohol verwendet wird.

Die Herstellung: Vom Most zum Federweißer

Die federweiser herstellung beginnt unmittelbar nach der Weinlese. Für Federweißer werden vorzugsweise frühreifende Rebsorten wie Müller-Thurgau (Rivaner), Silvaner, Bacchus oder auch junge Riesling-Trauben verwendet, da sie bereits Ende August bis September geerntet werden können. Für den Federroten kommen oft Dornfelder oder Portugieser zum Einsatz.

Schritte der Herstellung:

  1. Traubenlese und Keltern: Die vollreifen Trauben werden geerntet und schonend gepresst. Der dabei gewonnene Saft, der sogenannte Most, enthält einen hohen Anteil an Fruchtzucker, Säuren und Aromastoffen.
  2. Gärungsstart: Unmittelbar nach dem Pressen beginnt die alkoholische Gärung. Dies geschieht entweder spontan durch wild vorkommende Hef

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