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Veganer Wein: War Wein denn nicht schon immer aus Trauben?
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Veganer Wein: War Wein denn nicht schon immer aus Trauben?

Veganer Wein: Eine Klärung der Klärung

Die Frage "War Wein denn nicht schon immer aus Trauben?" begegnet mir in meiner täglichen Arbeit bei ebrosia, dem Premium-Weinversender, immer wieder. Es ist eine berechtigte und fundamental wichtige Frage, die auf eine weitverbreitete Annahme trifft, die der Realität nicht immer standhält. Als Minka, Ihre Expertin für tiefgründige Weinverständnisse, möchte ich heute mit Ihnen in die faszinierende, wenngleich oft übersehene Welt der Weinklarifikation eintauchen und die veganer Wein Bedeutung Klärung umfassend beleuchten.

Auf den ersten Blick scheint es trivial: Wein wird aus Trauben gewonnen, die vergoren werden. Ein rein pflanzliches Produkt, sollte man meinen. Doch die Wahrheit liegt, wie so oft, im Detail des Herstellungsprozesses, insbesondere in den Schritten, die nach der Fermentation erfolgen. Hierbei geht es um die sogenannte Klärung oder Schönung des Weines.

Warum Wein überhaupt geklärt werden muss

Nach der alkoholischen Gärung ist der Wein selten sofort trinkfertig. Er enthält neben Alkohol und Wasser auch Trubstoffe: Hefezellen, Bakterien, Eiweiße, Tannine und andere Polyphenole, die den Wein milchig erscheinen lassen oder seine Stabilität beeinträchtigen könnten. Diese Partikel können den Geschmack, das Aroma und die Textur des Weines beeinflussen und über die Zeit zu unschönen Ausfällungen in der Flasche führen. Die Klärung hat primär drei Ziele:

  • Optische Brillanz: Ein klarer, glänzender Wein ist das Ergebnis.
  • Sensorische Verbesserung: Unerwünschte Bitterstoffe oder adstringierende Polyphenole können reduziert werden.
  • Stabilität: Das Risiko von Trübungen oder Ausfällungen in der Flasche wird minimiert, was die Lagerfähigkeit fördert.

Die Methoden der Klärung sind vielfältig und reichen von der einfachen Sedimentation und Filtration bis hin zur Zugabe von Schönungsmitteln.

Die traditionellen Schönungsmittel: Nicht immer vegan

Hier liegt der Kern der Diskussion um veganer Wein Bedeutung Klärung. Traditionell wurden und werden in der Weinbereitung oft Substanzen tierischen Ursprungs als Schönungsmittel eingesetzt. Diese Substanzen wirken als Adsorbentien: Sie binden unerwünschte Trubstoffe und sinken mit ihnen zu Boden, wo sie anschließend abgetrennt werden können. Die gängigsten tierischen Schönungsmittel sind:

  • Gelatine: Ein Protein, gewonnen aus tierischen Kollagenen (Knochen, Häuten). Sie wird hauptsächlich zur Reduktion von Gerbstoffen (Tanninen) in Rotweinen eingesetzt und hilft, Farbstabilität zu verbessern. Ein kräftiger Malbec aus Mendoza, bekannt für seine intensive Tanninstruktur, profitierte traditionell oft von Gelatine zur Milderung, obwohl die Winzer heute vermehrt auf pflanzliche Alternativen setzen.
  • Hühnereiweiß (Albumin): Dieses Protein aus Eiern wird ebenfalls vorwiegend bei Rotweinen verwendet, um adstringierende Tannine zu binden und den Wein weicher, samtiger im Mundgefühl zu machen. Es trägt maßgeblich zu einer feinen Textur bei.
  • Kasein: Ein Milcheiweiß. Kasein findet vor allem bei Weißweinen Anwendung, um oxidierte Phenole und Farbstoffe zu entfernen, die zu einer Braunfärbung führen könnten, und um unerwünschte Bittertöne zu eliminieren.
  • Fischblase (Hausenblase): Ein Kollagen aus der Schwimmblase bestimmter Fische, historisch eines der ältesten und effektivsten Schönungsmittel, insbesondere zur Klärung von Weißweinen und Schaumweinen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Substanzen nach ihrer Funktion aus dem Wein entfernt werden. Sie sind also keine Inhaltsstoffe im Endprodukt, sondern Verarbeitungshilfsstoffe. Dennoch kommen sie während des Prozesses mit dem Wein in Kontakt, was ihn für strenge Veganer ungeeignet macht.

Die Renaissance der pflanzlichen und mineralischen Alternativen

Die wachsende Nachfrage nach veganen Produkten hat die Weinbranche dazu veranlasst, verstärkt auf alternative Schönungsmethoden zu setzen. Die veganer Wein Bedeutung Klärung verschiebt sich hin zu einer verantwortungsbewussten und innovativen Weinbereitung, die den Kern des Weines nicht verändert, aber dessen Eignung für eine breitere Konsumentenschaft gewährleistet. Hier sind die wichtigsten veganen Schönungsmittel:

  • Bentonit: Ein natürliches Tonmineral vulkanischen Ursprungs. Bentonit ist hervorragend geeignet, um Eiweiße im Wein zu binden und somit Eiweißtrübungen zu verhindern. Es ist eines der am häufigsten verwendeten veganen Schönungsmittel und beeinträchtigt die organoleptischen Eigenschaften des Weines in keiner Weise. Ein mineralischer Riesling aus dem Rheingau, dessen Brillanz wir bei ebrosia so schätzen, wird heutzutage häufig mit Bentonit geklärt, um seine präzise Frucht und sein Säurespiel unverfälscht zu erhalten.
  • Pflanzliche Proteine: Proteine aus Erbsen, Kartoffeln oder Weizen sind

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