Die Ursprünge der Barbera-Rebe reichen weit zurück in die Weinbaugeschichte des Piemonts, wo sie bereits im 13. Jahrhundert erwähnt wurde. Obwohl ihre genaue genetische Abstammung lange Zeit ein Rätsel war, deuten neuere DNA-Analysen auf eine eigenständige, alte Rebsorte ohne direkte Kreuzung aus anderen bekannten Sorten hin. Ihr Name wird oft mit dem lateinischen "barbarus" (fremd, wild) in Verbindung gebracht, was auf ihre ursprüngliche Robustheit und weite Verbreitung hindeuten könnte, bevor sie kultiviert und verfeinert wurde.
Über Jahrhunderte hinweg war sie die meistangebaute Rebsorte im Piemont und ist auch heute noch von immenser Bedeutung für die regionale Weinidentität. Sie hat sich von einer einfachen, ertragreichen Rebsorte zu einer geschätzten Königin entwickelt, die die Vielfalt und Tiefe italienischer Weine widerspiegelt.