La Manchuela – Terroir, Höhe und die autochthone Bobal-Traube
Im Osten Kastilien-La Manchas, eingebettet zwischen den Tälern der Flüsse Júcar und Cabriel, liegt die aufstrebende Appellation La Manchuela. Auf einer Hochebene von 600 bis 1.000 Metern über dem Meeresspiegel finden die Reben hier außergewöhnliche Bedingungen vor. Das kontinentale Klima wird durch mediterrane Einflüsse gemildert, während die kühlen Nachtwinde der Hochebene die Reifezeit der Trauben verlängern. Dies bewahrt eine lebendige Säurestruktur, die den feinen Unterschied zu den heißeren Ebenen Zentralspaniens ausmacht.
Das unbestrittene Herzstück der Region ist die autochthone Rebsorte Bobal. Lange Zeit als Verschnittpartner unterschätzt, bringt sie heute unter den Händen ambitionierter Winzer charakterstarke, tiefrote Weine hervor. Bobal-Weine zeichnen sich durch intensive Aromen dunkler Beeren, eine ausgeprägte Frische und ein kräftiges, aber samtiges Tanningerüst aus. Neben Bobal gedeihen hier auch hervorragende Qualitäten von Tempranillo und Carignan (Cariñena), die den Cuvées Struktur und Komplexität verleihen.
Die kalk- und tonhaltigen Böden der Hochebene bieten den Reben eine hervorragende Nährstoffgrundlage und speichern die Feuchtigkeit der spärlichen Niederschläge optimal. Das Ergebnis sind frische, robuste und zugleich elegante Rotweine, die die mineralische Kühle des Terroirs widerspiegeln und hervorragend zu kräftigen Fleischgerichten, gereiftem Käse oder traditionellen spanischen Eintöpfen passen.