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Aroma-Porträt
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Kräuter

Das Aroma von Kräutern ist einer der vielseitigsten Begriffe in der Weinansprache. Es fungiert oft als das „Rückgrat“ der Frische, besonders wenn Fruchtaromen allein zu dominant oder zu süß wirken würden. In der Sensorik unterscheiden wir meist zwischen frischen Gartenkräutern (wie Minze oder Melisse), wilden Wiesenkräutern und den getrockneten, mediterranen Kräutern (der sogenannten Garrigue).

Kräuternoten verleihen dem Wein eine pikante, fast herzhafte Komponente (Umami). Während florale Noten oft „parfümiert“ wirken, erden Kräuter den Wein und geben ihm eine natürliche, bodenständige Komplexität. In der Weinbereitung können diese Aromen sowohl aus der Rebsorte selbst stammen (Primäraromen) als auch durch ein kühleres Klima oder einen frühen Lesezeitpunkt gefördert werden.

Für Genießer sind Kräuternoten ein Zeichen für Struktur und Herkunft. Sie machen den Wein zu einem exzellenten Speisenbegleiter, da sie hervorragend mit der Würze von Gerichten harmonieren. Ein Wein mit ausgeprägter Kräutercharakteristik wirkt am Gaumen oft griffig, belebend und vielschichtig.

Kategorien der Kräuteraromatik

Um einen Wein präzise zu beschreiben, hilft die Unterteilung in diese drei Welten:

  • Grüne/Frische Kräuter: Minze, Zitronenmelisse, Petersilie oder Schnittlauch. Sie deuten oft auf Frische und eine lebendige Säure hin.
  • Mediterrane Kräuter: Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano. Typisch für Rotweine aus warmen, steinigen Regionen.
  • Würzige/Herbe Kräuter: Liebstöckel, Lorbeer oder wilder Majoran. Diese geben dem Wein oft eine dunkle, fast erdige Tiefe.

Typische Rebsorten mit diesem Profil

Kräuteraromen finden sich in einer Vielzahl von Rebsorten, wobei sie jeweils einen anderen Charakter annehmen:

  • Sauvignon Blanc: Bekannt für seine intensiven Noten von frisch geschnittenem Gras, Brennnessel und Gartenkräutern.
  • Cabernet Franc: Zeigt oft eine noble, fast kühle Kräuterwürze, die an Paprikaschote und getrocknete Kräuter erinnert.
  • Grüner Veltliner: Sein berühmtes „Pfefferl“ wird oft von einer feinen Komponente aus frischen Wiesenkräutern begleitet.
  • Syrah: In der nördlichen Rhône verschmelzen hier dunkle Beeren mit intensiven Noten von Rosmarin und Thymian.
  • Sangiovese: Hochwertige italienische Rotweine zeigen oft eine getrocknete Kräuterwürze, die den Wein sehr elegant macht.
  • Silvaner: Besonders aus Franken zeigt er oft eine feine, erdige Kräuternote, die ihn sehr eigenständig wirken lässt.

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Weine mit Kräuter-Note

Aktuell vergriffen

„Aktuell haben wir noch keine Weine mit dem Aroma Kräuter. Aber es lohnt sich, hier bald wieder vorbeizuschauen!“